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Microdosing 101

Artsy Shot: Small is Beautiful

Ein Beitrag von Alexander

 

Executive Summary

Microdosing zeigt Dir, wie wichtig es ist, im Hier (what is space?) und Jetzt (what is time?) zu leben und einfach nur bewusst zu sein. Entgegen dem verbreiteten Irrglauben, Microdosing sei ein Wundermittel und löse automatisch wie von Geisterhand alle Deine Probleme, musst Du bereit sein, lang verschlossen geglaubte Türen in Deinem Unterbewusstsein zu öffnen und hart an Dir zu arbeiten. Wenn Du das bist, kann Microdosing als Katalysator bei der Bewältigung Deiner dunkelsten Probleme wirken.

 

Was zur Hölle ist eigentlich Microdosing? Microdosing ist seit geraumer Zeit in aller Munde und vielleicht hast auch Du schon einmal davon gehört. Doch was hat es mit diesem Hype auf sich? Solltest auch Du Microdosing ausprobieren oder besser die Finger davon lassen? Antworten auf diese Fragen (und viele mehr) findest Du right here, right now in unserem Microdosing 101 – die beste deutschsprachige Rundum-sorglos-Anleitung für Microdosing im Internet.

☝🏻 Disclaimer: Bitte beachte unbedingt unsere Risikohinweise.

 

Was ist Microdosing?

Wie der Name bereits andeutet, geht es beim Micro-dosing um niedrige Dosierungen (das Wort „mikro“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „klein“). Im Grunde kann man mit jeder Droge (z. B. Alkohol, Koffein oder Nikotin) Microdosing betreiben. Ein positiver Effekt wird sich allerdings nur beim Konsum ganz bestimmter Substanzen einstellen. Am häufigsten kommen bei Microdosing Psychedelika wie LSD oder Psilocybin (das ist der Wirkstoff in sogenannten Zauberpilzen bzw. Magic Mushrooms) zum Einsatz.

Um die Sache möglichst einfach zu halten, beschränken wir uns in diesem Beitrag auf Microdosing mit LSD, das umgangssprachlich auch Acid genannt wird. Auf sogenanntes Macrodosing, also die Einnahme von LSD in „normalen“ Mengen, gehen wir in unserem Acid 101 im Detail ein, in dem wir außerdem mit der Legion an negativen Vorurteilen gegenüber psychedelischen Substanzen im Allgemeinen aufräumen.

Die Grundaussagen in diesem Beitrag gelten zu großen Teilen allerdings auch für Microdosing mit Psilocybin und eine Reihe anderer Substanzen wie Cannabis, DMT, Ketamin oder Meskalin (in alphabetischer Reihenfolge), die im deutschsprachigen Raum aber deutlich weniger bekannt und damit auch weniger weit verbreitet sind (oder verhält es sich genau umgekehrt?).

Jetzt aber genug mit dem Vorgeplänkel – tauchen wir ins eigentliche Thema ein: Beim Microdosing konsumiert man von der Substanz seiner Wahl – in unserem Fall ist das LSD – eine Menge, die so gering ist, dass man von ihrer unter normalen Umständen gewünschten Wirkung (z. B. Stimulation, Betäubung oder Rausch) nichts spürt.

Du hast richtig gelesen: Man konsumiert so wenig LSD, dass man von den Effekten, für die LSD eigentlich bekannt ist – angefangen von Halluzinationen bis hin zur Auflösung des Selbst – nichts spürt. Falls man doch etwas spüren sollte, fällt der Konsum per Definition nicht mehr in die Rubrik Microdosing, sondern man spricht von Minidosing. In anderen Worten: Man hat sich dann vermutlich in der Dosierung vergriffen. Oje!

So, jetzt aber wieder zurück zum eigentlichen Thema: Microdosing. Du wirst Dir in diesem Moment vermutlich genau eine Frage stellen:

 

Warum Microdosing?

Nur weil Microdosing nicht zu den für LSD üblichen Effekten führt (bzw. führen sollte), heißt das noch lange nicht, dass es gar keinen Effekt hat – ganz im Gegenteil. Bitte schnall Dich an, denn es folgt eine (unvollständige) Aufzählung möglicher positiver Effekte von Microdosing mit LSD (in zufälliger Reihenfolge):

  • Steigerung von Zufriedenheit
  • Höheres Level an Kreativität
  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • Bessere Stimmung im Allgemeinen
  • Mehr Energie und weniger Müdigkeit
  • Zunahme von Stressresistenz und Ausgeglichenheit
  • Milderung von Depressionen und Angstzuständen
  • Abnahme von Substanzmissbrauch
  • Zunehmende Spiritualität

Microdosing scheint also auf einer Vielzahl von emotional-mentalen Ebenen einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit haben zu können, was in krassem Kontrast zur landläufigen Meinung steht, gemäß der Drogenkonsum zwangsläufig immer gesundheitsschädlich sein müssen (zumal Drogen, angefangen von Cannabis über Alkohol bis hin zu Heroin oft in denselben Topf geworfen werden lol). Doch wie so häufig im Leben gilt auch hier: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

🐒 Semi-nützes Wissen: Die Mehrheit der Bevölkerung in entwickelten Ländern verteufelt „harte Drogen“ wie LSD, MDMA oder Ketamin, während Alkohol aus gesellschaftlichen Situationen kaum wegzudenken ist (Videobeweis), was einer Doppelmoral gleichkommt, wenn man der bekanntesten Skala, die Drogen nach ihrer Schädlichkeit einstuft, Glauben schenkt.

Das klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Es ist uns an der Stelle verdammt wichtig, mit erhobenem Zeigefinger anzumerken, dass der Konsum psychoaktiver Substanzen immer mit Risiken einhergeht, also auch der Konsum von Micro-, Mini- oder Midi-Dosen. Das Ausmaß der Risiken und Nebenwirkungen von Microdosing ist bei korrekter Verwendung allerdings überschaubar (die Packungsbeilage findest Du im nächsten Abschnitt „Wo ist der Haken?“).

🐒 Semi-nützes Wissen: Microdosing? Minidosing? Mididosing? Macrodosing? What, what?! Es gibt (womöglich primär aufgrund der Illegalität von LSD) keine einheitliche Definition davon, welche Dosis unter welcher Bezeichnung läuft, daher nehmen wir uns heraus, alles unter 20 µg als Microdosing, den Bereich [20; 50[ µg als Minidosing (ja, die geöffnete eckige Klammer ist so gewollt und das wüsstest Du auch, hättest Du im Mathematikunterricht aufgepasst), [50; 100[ µg als Mididosing und alles darüber als Macrodosing. Bei Dosen von 300 µg und mehr wird oft auch von „heroischen“ oder „spirituellen“ Dosen“ gesprochen, weil die Dich einfach ziemlich wegblasen (Egotod lässt grüßen). Wichtig: Diese Bereiche sind lediglich als grobe Richtwerte zu verstehen, denn erstens ist jeder Mensch anders und zweitens als man denkt (siehe dazu auch „Wie funktioniert Microdosing? Der Psychedelika-Club-Microdosing-Fahrplan“ weiter unten).

Doch woher weiß man, dass diese Behauptungen Hand und Fuß haben? Da LSD seit den 1960er-Jahren in den meisten Ländern dieser Welt verboten ist, halten sich Anzahl und Qualität wissenschaftlicher Studien leider bis heute eher in Grenzen. Vor einigen Jahren hat die Forschung mit Substanzen wie LSD, Psilocybin oder MDMA in verschiedenen Ländern dieser Erde (z. B. in der Schweiz oder den USA) allerdings wieder an Fahrt aufgenommen, was zumindest mittel- bis langfristig zu einer deutlichen Besserung der heute noch recht dürftigen Studienlage führen dürfte (siehe dazu auch „Der rechtliche Status von Psychedelika – ist Microdosing illegal?“ weiter unten).

Glücklicherweise müssen wir aber nicht so lange zuwarten, denn es gibt – nicht zuletzt dank des sogenannten Internets – einen ganz ordentlichen Haufen an (manchmal mehr und manchmal weniger objektiven und/oder wissenschaftlichen) Erfahrungsberichten und Anleitungen (wie dieser hier), mit denen man sich zwischenzeitlich ersatzweise behelfen kann (siehe dazu auch „Ressourcen“ weiter unten).

Heißt für Dich im Umkehrschluss: Um abschließend herauszufinden, ob Microdosing für Dich funktioniert und die erhoffte Wirkung auch auf Deinen Körper und Geist entfaltet, wirst Du wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und selbst Hand anlegen müssen (wo gehobelt wird, fallen Späne). Doch wenn Du dabei ein mulmiges Gefühl hast, lass es besser bleiben.

🐒 Semi-nützes Wissen: LSD und die meisten anderen Psychedelika wie Meskalin oder Psilocybin sind, entgegen der verbreiteten Annahme, laut allem, was wir heute wissen, weder schädlich noch ungesund für den menschlichen Körper und – fast noch spannender – machen nicht (körperlich) süchtig. Ja, Du hast richtig gelesen: Psychedelika machen in aller Regel nicht süchtig. Vergleiche das gerne mit Alkohol, Nikotin oder Social Media.

 

Wo ist der Haken (aka Risiken und Nebenwirkungen)?

Wie bei allen Drogen (bzw. Medikamenten) gibt es auch bei Microdosing mit LSD Risiken und Nebenwirkungen sowie Kontraindikationen (das sind Gründe, die gegen einen Konsum im Allgemeinen, also auch in kleinen Mengen, sprechen). Hier in aller Kürze die wichtigsten Eckdaten dazu:

Menschen mit Psychosen (z. B. Schizophrenie), autistischen Zügen oder Farbenblindheit sollten besser die Finger von Microdosing (bzw. Psychedelika im Allgemeinen) lassen (die Begründungen bitte selber googeln, falls Du hierunter fällst); dasselbe gilt für Leute, die regelmäßig (starke) Medikamente einnehmen (z. B. Antidepressiva), weil es zu (positiven wie negativen) Wechselwirkungen kommen kann. Im Zweifel sollte man sich mit der Ärztin seines Vertrauens abstimmen und im besten Fall auch seinen Therapeuten mit ins Boot holen.

Die häufigsten bekannten Nebenwirkungen von Microdosing lauten wie folgt (in zufälliger Reihenfolge):

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Verstärkung bestehender Angstzustände
  • Erhöhte Licht- und Blendempfindlichkeit
  • Unruhegefühl im Magen-Darm-Bereich

Solltest Du beim Microdosing unangenehme Nebenwirkungen verspüren (oder auch einfach keine positiven Effekt zu vermelden haben), brich Dein Experiment bitte umgehend ab und wende Dich schnellstmöglich an Deinen Arzt und/oder Apotheker und/oder Therapeuten.

Da uns die Gesundheit unserer Leser ein Anliegen ist, haben wir zum Thema Risiken, Nebenwirkungen und Kontraindikationen beim Konsum von Psychedelika einen Beipackzettel erstellt, den wir Dir hiermit ganz schwer ans Herz legen.

Was die Langzeitfolgen von Microdosing anbelangt, tappen wir per Stand heute leider noch ziemlich im Dunkeln, da es aufgrund der schwierigen rechtlichen Situation von Psychedelika noch kaum belastbare Langzeitstudien gibt, womit eine wunderschöne Brücke zum nächsten Absatz geschlagen wäre:

 

Der rechtliche Status von Psychedelika – ist Microdosing illegal?

LSD ist, wie fast alle Psychedelika, in den meisten Ländern illegal. Zu diesen Ländern gehören leider auch Deutschland und Österreich. Die Schweiz ist aktuell das einzige Land der Welt, in dem Ärzte auch außerhalb von wissenschaftlichen Studien Psychedelika wie LSD oder MDMA zu Therapiezwecken einsetzen dürfen – Hopp Schwiiz!. Das bedeutet, dass es für die meisten Menschen keinen (vernünftigen) legalen Weg gibt, LSD in die Finger zu bekommen – auch nicht für Microdosing.

Die offensichtlichste Alternative ist, sich an den Dealer seines Vertrauens zu wenden oder im Darknet shoppen zu gehen. Da sich diese Option den meisten Leuten aber nicht erschließt und man bei Drogen aus dubiosen Quellen in der Regel nicht weiß, was drin ist (für Psychedelika gibt es demnach leider auch noch kein Bio-Siegel), halten wir das für keine gute Idee. Zumal wir Dir tendenziell davon abraten, gegen das Gesetz zu verstoßen.

Doch nun zu den guten Nachrichten: Seit einigen Jahren sind sogenannte Prodrugs auf dem Markt, bei denen es sich – chemisch gesehen – um leichte Abwandlungen gängiger Psychedelika, darunter auch LSD, handelt. Nach der Einnahme eines solchen LSD-Derivats, so munkelt man, wird dieses im Körper zu normalem LSD umgewandelt. Das heißt, man kann mit solchen Prodrugs eventuell dieselben (oder zumindest vergleichbare) Effekte erzielen wie mit herkömmlichem LSD. Wirklich wissen tun wir das aber nicht, denn Prodrugs werden oft auch „Forschungschemikalien“ genannt und das nicht ohne guten Grund: Sie dienen der Forschung und sind demnach nicht für den menschlichen Konsum bestimmt.

Da in Deutschland der Grundsatz gilt, dass erlaubt ist, was der Gesetzgeber nicht verboten hat, kann man auf diesem Wege also legal Quasi-LSD erwerben. Diese Gesetzeslücke ist allerdings auch am Gesetzgeber nicht spurlos vorbeigegangen, weshalb die Liste verbotener Substanzen regelmäßig angepasst wird, um dem Handel mit solchen Prodrugs entgegenzuwirken. Das Labor in den Niederlanden, das diese Prodrugs herstellt, ist den Behörden – zumindest bis heute – aber eine Nase voraus: Auf das Verbot von 1P-LSD im Jahr 2019 in Deutschland folgte 1CP-LSD und am Tag dessen Verbot im Jahr 2021 kündigte besagtes Labor den Nachfolger, 1V-LSD, an, auf dessen Verbot im Jahr 2022 hin 1D-LSD und 1T-LSD angekündigt wurden, das aktuell, zumindest in Deutschland, noch frei zu erwerben ist. Das Katz-und-Maus-Spiel scheint kein Ende zu nehmen. Love and Light!

 

Wie funktioniert Microdosing? Der Psychedelika-Club-Microdosing-Fahrplan

Ja, wir haben „protocol“ tatsächlich als „Fahrplan“ übersetzt und nein, „Protokoll“ ist nicht die korrekte Übersetzung von „protocol“. Und damit es nicht zu Missverständnissen kommt: Beim Macrodosing sprechen wir, aus hoffentlich offensichtlichen Gründen, von Flugplan, beim Microdosing von Fahrplan.

Anyhow, Microdosing ist auf jeden Fall kinderleicht: Man nehme beim ersten Mal 5 µg LSD ein und beobachte sich einen Tag lang. Wenn man einen ordentlichen Buzz verspürt oder bei Arbeit Hallus bekommt, war die Dosis zu hoch; wenn man bis zum Schlafengehen am Abend gar nichts spürt, vermutlich zu niedrig. Im Idealfall sollte man den ganzen Tag über nichts merklich spüren, wenn man den Tag am Abend dann aber mental Revue passieren lässt und sich denkt: „Heute war ein guter Tag“, dann hat man die für sich optimale Dosis gefunden. Diese Dosis wird in Fachkreisen auch als Goldener-Schnitt-Dosis („GSD-1“) bezeichnet. Bis man den Sweet Spot beim Dosieren gefunden hat, empfiehlt es sich, von den anfänglich 5 µg in jeweils 1–µg-Schritten rauf oder runter zu gehen, bis man hoffentlich irgendwann seine GSD-1 für sich entdeckt hat. (Ich hoffe, es versteht sich von selbst, dass nicht jede unserer Aussagen für bare Münze zu nehmen ist und man den ersten Kalibrierungsversuch unbedingt an einem freien Tag ohne Verantwortungen durchführen sollte.)

🐒 Semi-nützes Wissen: Wer lieber mit Magic Mushrooms forscht, dividiere die LSD-Mengenangaben durch 50, um von der Mikrogramm-LSD-Skala (z. B. 5 µg) auf die Milligramm-Psilocybin-Skala (auf der Basis getrockneter, nicht frischer Pilze oder Trüffel) zu gelangen (in dem Beispiel 5 µg / 50 = 0,1 g). Das Dosieren mit Mushrooms ist aber leider nie wirklich genau, weil Naturprodukt und so. Wer mehr auf exakte Wissenschaft steht, ist mit LSD besser bedient (das übrigens auch nur semi-synthetisch ist, da es aus Lysergsäure hergestellt wird, die wiederum ganz natürlich im Mutterkornpilz vorkommt).

Sobald man seine GSD-1 erfolgreich kalibriert hat (z. B. auf 7 µg), multipliziert man den resultierenden Wert mit drei (in unserem Beispiel wären das 7 x 3 = 21 µg), und et voilà, schon ist die persönliche sogenannte Goldener-Schuss-Dosis („GSD-2“) gefunden. Wann die GSD-2 zum Einsatz kommt, werden wir Dir gleich weiter unten verraten.

Und jetzt zur Krux: Wie oft soll (oder besser darf?) man sich denn Microdosing gönnen?

🐒 Semi-nützes Wissen: Der bekannteste Microdosing-Fahrplan ist nach James Fadiman benannt („Fadiman Protocol“ bzw. „Fadiman-Fahrplan“), der als Großvater des Microdosing gilt. (Jim hat übrigens ein tolles Buch* zu Pychedelika im Allgemeinen geschrieben, dessen Lektüre wir hiermit jedem Leser ans Herz legen.) Beim Fadiman-Fahrplan, der auch als „10-3-Fahrplan“ bekannt ist, praktiziert man 30 Tage lang an jedem dritten Tag Microdosing, um so zwischen jeweils einem Tag unter Einfluss, einem Tag unter sogenanntem Afterglow (das positive Nachwirken von Psychedelika) und einem Tag unter Nüchternheit zu alternieren. Dieser Fahrplan, der in dieser oder ähnlicher Form mit leichten Modifikationen im Internet kursiert, hat sich in der Microdosing-Community als Best Practice etabliert. Kann man machen, in unseren Augen geht da aber noch mehr (im Sinne von Effizienz und Effektivität).

Der Psychedelika-Club-Microdosing-Fahrplan funktioniert wie folgt: Sobald man seine optimale Dosis (GSD-1) säuberlich kalibriert hat, konsumiere man sie zweimal unter der Arbeitswoche (entweder Dienstag und Donnerstag oder Mittwoch und Freitag) und am Wochenende (Samstag, falls die letzte Dosis auf einen Donnerstag fällt; sonst Sonntag) dann das dreifache davon (GSD-2).

Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, hier eine Tag-für-Tag-Zusammenfassung der zwei möglichen Varianten des Psychedelika-Club-Fahrplans, den wir soeben beschrieben haben:

Variante 1 („am Tag des Herrn sollen sie nüchtern bleiben“)

  • Montag: Nüchtern
  • Dienstag: Microdosing (GSD-1)
  • Mittwoch: Nüchtern
  • Donnerstag: Microdosing (GSD-1)
  • Freitag: Nüchtern
  • Samstag: Minidosing (GSD-2)
  • Sonntag: Nüchtern

Variante 2 („Freitag ist Hightag“ oder „Sunday is Funday“)

  • Montag: Nüchtern
  • Dienstag: Nüchtern
  • Mittwoch: Microdosing (GSD-1)
  • Donnerstag: Nüchtern
  • Freitag: Microdosing (GSD-1)
  • Samstag: Nüchtern
  • Sonntag: Minidosing (GSD-2)

Das wiederhole man vier Wochen am Stück, was in Summe zu acht Microdosing- und vier Minidosing-Tagen führt.

Ja, Du hast richtig gelesen: Der Psychedelika-Club-Microdosing-Fahrplan kombiniert Microdosing und Minidosing und ist damit also eigentlich gar kein reiner Microdosing-Fahrplan, wenn man es pingelig sieht. Warum haben wir das gemacht? Na ja, zum einen mussten wir uns etwas Neues überlegen, um Dir nicht einfach nur die zehntausendste Abwandlung des Fadiman-Fahrplans zu präsentieren und zum anderen unterstellt unser Fahrplan, dass man unter der Woche auf Arbeit nicht zu stark trippen sollte (außer Du bist im Kreativbereich tätig und hast weder Personalverantwortung noch organisatorische Verantwortlichkeiten, dann kannst Du von uns aus auch dreimal die Woche Minidosing machen), sich am Wochenende aber austoben und sich damit eine etwas höhere Dosis genehmigen darf, mit der man erfahrungsgemäß in Bezug auf Selbsttherapie und Persönlichkeitsentwicklung schneller, weiter, höher kommt. Genau dafür tut man sich das alles doch überhaupt erst an, oder? Falls Du das nicht mit einem klaren Ja beantworten kannst, bitten wir Dich, noch einmal innezuhalten und Dir ganz genau zu überlegen, warum Du überhaupt Microdosing machen möchtest. Falls Du einfach nur den nächsten Kick suchst, hat Microdosing leider kein Foto für Dich.

🐒 Semi-nützes Wissen: In Summe konsumiert man bei einer GSD-1 von 7 µg bzw. einer GSD-2 von 21 µg in vier Wochen rund 140 µg LSD. Zum Vergleich: Eine handelsübliche LSD-Dosis („Macrodosing“) beträgt in der Regel zwischen 125 und 150 µg.

Falls Du Dich fragst, warum man nicht einfach jeden Tag Microdosing betreiben kann: Man entwickelt bei jedem Mal, bei dem man LSD konsumiert, sofort eine Toleranz (das Konzept der Toleranz dürfte Dir in Bezug auf Alkohol, Cannabis oder Medikamente, bei denen sie oft sogar erwünscht ist und man bei gewünschter Toleranz als „eingestellt“ bezeichnet wird, ein Begriff sein). Konsumierte (Konjunktiv II) man also zwei Tage in Folge dieselbe Dosis, würde man am zweiten Tag deutlich weniger bis gar nichts mehr spüren. Man müsste also die Dosis erhöhen (in Fachkreisen wird oftmals vom Faktor 1,75 berichtet), um ähnliche Effekte zu erreichen – oder eben eine Pause einlegen, was wir für die schlauere, weil vernünftigere Vorgehensweise halten. Daher beträgt die Pause nach Minidosing-Tagen beim LSD-Microdosing-Fahrplan nach Psychedelika Club auch zwei Tage (statt einem Tag nach Microdosing). That’s really all there is to it.

Doch ein Wort der Vorsicht: Mehr als 20 µg pro Dosis sollten es an Microdosing-Tagen nicht unbedingt werden, da ab einer Menge von etwa 20-25 µg bei den meisten Leuten psychedelische Effekte einsetzen (und man Dir auch an Deinen Pupillen ansehen kann, dass Du etwas genommen hast). Dann sollte man doch gleich lieber eine normale psychedelische Reise planen und dafür unseren LSD-Guide Acid 101 studieren (Achtung: Dieser Satz enthielt eine Produktplatzierung).

 

Beschaffungskriminalität – wo anschaffen?

Da LSD in den meisten Ländern dieser Welt inklusive Deutschland illegal ist, wollen, oder besser, dürfen wir Dir keine Tipps und Tricks zur Beschaffung mit an die Hand geben. Da die Frage des Öfteren kam, weisen wir an der Stelle auch explizit und ernsthaft darauf hin, dass das in unserem Shop erhältliche LSD-Derivat 1T-LSD nicht für menschlichen Konsum, sondern nur für Forschungszwecke bestimmt ist, auch wenn deren beider chemische Eigenschaften sich zum Verwechseln ähnlich sind. 🤷🏻

 

Zubereitung von Microdosing-Portionen

Im Grunde gibt es zwei (sinnvolle) Möglichkeiten, LSD zu portionieren: Wenn Du zu den glücklichen Menschen gehörst, deren GSD-1 exakt 10 µg entspricht, dann kannst Du bequem zu den geläufigen handelsüblichen 10-Mikrogramm-Pellets (das sind einfach Mini-Tabletten) greifen. Sollte Deine GSD-1 größer oder kleiner gleich 10 µg sein, hast Du Pech gehabt, da die Pellets lediglich halbiert werden können (und auch das klappt nicht besonders gut), eine feinere Kalibrierung der Dosis also gar nicht zulassen.

Was wir Dir stattdessen raten? Man nehme ein verschließbares Glas (Du kannst dafür aber auch wirklich einfach eine stinknormale PET-Flasche hernehmen oder, falls Du es gerne fancy magst, besorg Dir doch ein Apothekerglas oder dergleichen), fülle es mit X Milliliter destilliertem Wasser oder Wodka (auch destilliert) auf, lege einen Blotter mit X Mikrogramm LSD hinein, verschließe das Glas gut, schüttle es für 69 Sekunden und warte dann 42 Stunden. Das war’s – no joke (seriously)!

⚡️ Life Hack: Falls Du irgendwann anfangen möchtest zu dealen, halbiere entweder die Mikrogramm oder verdopple die Milliliter, um Dein Zeug effektiv zu panschen und belasse Preis und Mengenangabe unverändert. So kannst Du Deinen Umsatz um bis zu 96% erhöhen und Deinen Gewinn um roundabout 420% steigern.**

 

Einnahme von Microdosing-Substanzen

Je nachdem, ob Du Dich im vorhergehenden Schritt für Wasser oder Wodka entschieden hast, haben wir es nun entweder mit einem Glas Wasser oder einem Glas Wodka zu tun, dessen Inhalt es nun akribisch zu dosieren gilt. Die Dosierung gestaltet sich aber als überraschend einfach: Man nehme eine Spritze, ziehe damit die gewünschte Menge Flüssigkeit Milliliter-genau aus dem Glas und spritze die Flüssigkeit dann entweder in den Mund, wo man es dann für zwei bis drei Minuten gurgelt, oder in ein anderes (zunächst bitte leeres) Glas. Dieses Glas fülle man dann mit seinem Go-to-Drink auf, wofür sich Orangensaft erfahrungsgemäß als besonders gut geeignet herausgestellt hat. Man vermenge dann die beiden Zutaten miteinander, führe das Glas zum Mund heran und trinke es aus. Cheers!

 

Timing von Microdosing („an apple a[bout every other] day“)

Da LSD bis zu zwölf Stunden lang kickt (bei vielen Menschen auch länger) und die meisten Leute auf LSD nicht besonders gut schlafen können, empfiehlt sich die Einnahme gleich morgens in der Früh, also idealerweise mehr als zwölf Stunden vor dem Schlafengehen. Als Faustregel könnte man sich 10.00 Uhr als Cutoff-Uhrzeit merken und dann rien ne va plus.

Am besten nimmt man sein LSD direkt nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück mit einem geilen Tee zu sich, macht dann bisschen Yoga (gut für den Körper), gefolgt von einer Prise Meditation (gut für den Geist) oder Breathwork (gut für Körper und Geist) und gönnt sich dann ein ordentliches FirstBest™-Vegan-Premium-Müsli mit frischen Beeren. Okay, das war jetzt zu viel Klischee: Man muss sich nicht zwangsläufig für all dieses New-Age-Gedöns interessieren, um effektiv Microdosing zu betreiben – but never try, never know.

🐒 Semi-nützes Wissen: In Bezug auf Timing könnte man sich auch fragen, wie es sich vor und nach größeren LSD-Dosen („Macrodosing“) verhält. Da Macrodosing nicht Thema dieses Artikels ist, beschränken wir uns ohne Erläuterung von Gründen auf die Empfehlung, sowohl vor als auch nach einer höheren LSD-Dosis (>= 100 µg) zwei Wochen vor bzw. nach einem Microdosing-Abenteuer verstreichen zu lassen (Spoiler: hat mit Toleranz zu tun).

 

Dokumentation und Integration (aka „Dokugration“)

Wie beim Macrodosing von LSD sind auch beim Microdosing (bzw. Minidosing) saubere Dokumentation und ordentliche Integration des Ges(ch)ehenen von äußerster Bedeutung. Was es damit auf sich hat und wie das geht, zeigen wir Dir im Folgenden Schritt für Schritt.

Schritt 0 („Intention“): Wie beim Macrodosing solltest Du Dir auch beim Microdosing eine sogenannte Intention setzen, um Deinen inneren Kompass einzunorden. Eine Intention ist eine Absicht, die als Frage (z. B. „was war noch einmal die Frage auf die Antwort 42?“) oder vage Aussage (z. B. „ich möchte ein besserer Kapitalist werden“) formuliert sein kann. Rufe Dir Deine Intention vor der Einnahme jeder einzelnen LSD-Dosis in Erinnerung, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Oder um es mit den Worten von Microdosing-Legende Jim Fadiman zu sagen: „Notice what your intentions going in are and then let them go once you feel yourself lift off. The day or two [afterwards] review what you learned or experienced and then look at your intentions. That will be useful to me and invaluable to you.“

Schritt 1 („Dokumentation“): Du solltest bei Microdosing den ganzen Tag über bisschen achtsamer (aka „more mindful“) sein und unbedingt mit Journaling anfangen. Journaling ist ein Modewort für Tagebuch-Schreiben und das muss auch nicht mehr mit einer Füllfeder (in einem hohen Turm ganz hoch über dem Meer mit verdunkeltem Himmel und sich heranschleichender Dunkelheit) geschehen, sondern kann auch immer und überall einfach auf einem Smartphone in die Notiz-App Deiner Wahl geklopft werden. Die Wichtigkeit sorgfältiger Dokumentation von Gedanken an Microdosing-Tagen kann fast nicht überbetont werden, denn ohne sie werden leider viele Erkenntnisse auf der Strecke liegen bleiben – been there, done that.

Schritt 2 („Integration“): Integration klingt komplizierter als es ist, denn das Neudeutsche Modewort bedeutet nichts anderes als die in Schritt 1 niedergeschriebenen Notizen in nüchternem Zustand Durchzulesen und sich die Guten davon (glaub uns, nicht alle davon sind so genial, wie sie vielleicht zunächst den Anschein machen) versuchen zu merken bzw. in den nüchternen Zustand quasi from The Otherside herauszuziehen – ähnlich wie beim Exorzismus, aber auf eine positivere Art. Im Grunde bedeutet Integration also einfach nur die gemachten Notizen durchzulesen, über das Gelesene nachzudenken und – für Streber – es in Form einer Executive Summary zum späteren Nachschlagen zusammenzufassen.

🔥 Brainteaser: Wie oft denkst Du aktiv und konstruktiv über die Lösung Deiner Probleme nach? Microdosing kann Dir dabei helfen, Deine Schlagkraft in der Hinsicht zu erhöhen.

Schritt 3 („Dokugration“): Unsere Vorfahren pflegten bereits im uralten Griechenland zu sagen, dass „wer dokumentiert, der besser auch integriert“ und trafen damit nicht nur den Puls der Zeit, sondern auch den Nagel auf den Kopf – das Wort Dokugration ward geboren. Mit Dokugration könnte man ganze Bibliotheken füllen, aus Platzgründen beschränken wir uns hier allerdings auf folgende Aussage: Lebensverändernder Konsum von Psychedelika endet nicht mit der erstmaligen Integration, sondert ist ein stetiger Prozess. Das heißt, man sollte sich auch laufend mit den Einsichten und Erkenntnissen, die man im Rahmen der Dokumentation und Integration seiner LSD-Abenteuer macht, beschäftigen.

Oje – der Vorhang geht plötzlich zu! Und damit sind wir am Ende unserer kostenlosen Einführung in die kunterbunte Welt des Microdosing (und Minidosing) angekommen. Wir hoffen, dass Du einiges lernen und mitnehmen konntest und würden uns freuen, wenn Du uns Feedback jedweder Art per E-Mail an mail@psychedelika.club zukommen lässt.

 

Outro

Microdosing bezeichnet die Einnahme von Psychedelika wie LSD in Mengen, die zu gering sind, um berauschende Wirkung zu entfalten. Dennoch werden der Praxis eine Reihe positiver Effekte zugeschrieben, die von verbesserter Konzentrationsfähigkeit über mehr Kreativität bis hin zu höherer Zufriedenheit reichen, während die Nebenwirkungen sich in der Regel in Grenzen halten. Microdosing ist denkbar einfach umzusetzen und kann auf (mehr oder weniger) legale Weise praktiziert werden. Ob Microdosing etwas für Dich ist, kannst nur Du für Dich selbst herausfinden. Um die Sache etwas einfacher für Dich zu gestalten, haben wir den Psychedelika-Club-Microdosing-Fahrplan ins Leben gerufen, der Dich Schritt für Schritt an Deinen ersten Schuss heranführt und Dir zeigt, worauf es dabei zu achten gilt.

 

Endnoten

*Es handelt sich bei allen mit Sternchen (*) markierten Links um sogenannte Affiliate-Links. Wenn Du auf einen solchen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, unterstützt Du den Psychedelika Club, indem uns vom betreffenden Anbieter eine kleine Provision ausbezahlt wird. Für Dich verändert sich der Preis dadurch nicht.

**Dieser „Life Hack“ ist offensichtlich als Scherz zu verstehen, denn wir würden niemals jemals raten, gegen das Gesetz zu verstoßen oder Leute abzuziehen.

Risikohinweise

Jeder Konsum von psychoaktiven Substanzen, egal ob legaler oder illegaler Art, birgt Risiken. Personen, die noch nicht volljährig sind oder bei denen eine psychische Erkrankung besteht bzw. ein Verdacht auf eine solche vorliegt, wird ausdrücklich vom Konsum von Psychedelika abgeraten.

Die hier geschilderten Erlebnisse sind subjektive Erfahrungsberichte. Sie erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und wollen zur Auseinandersetzung mit dem Thema eine Bewusstseinskultur anregen. Hierzu gehört insbesondere auch die eingehende Beschäftigung mit weiteren Quellen (z. B. anderen Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Studien), den Risiken und der Rechtslage im eigenen Land. Die Darstellung auf diesem Blog erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen, kann jedoch eine eigene kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht ersetzen, sondern nur einen Beitrag dazu leisten, sich ein möglichst vollständiges Bild zu machen.

Unüberlegter und unbeaufsichtigter Konsum sowie Missbrauch zu bloßen Rauschzwecken ist gefährlich und entspricht nicht unserer Überzeugung. Wir positionieren uns als Bestandteil der Bewusstseinskultur und appellieren an die Eigenverantwortlichkeit aller Interessierten sowie daran, die landesspezifischen Gesetze über den Umgang mit psychoaktiven Substanzen (z. B. BtMG in Deutschland, BetmG in der Schweiz, SMG in Österreich) einzuhalten.

Wir nehmen explizit keinen Bezug auf Forschungschemikalien wie 1D-LSD oder 1T-LSD, da diese nicht für den menschlichen Konsum bestimmt sind.

Psychedelika-Grundlagen

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