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Das magische Psychedelika-Glossar

Artsy Shot: The Magic in Everything

Ein Beitrag von Chiara

 

Afterglow, Comedown, Ego-Tod, Integration – Begriffe, die für manche wie selbstverständliches Vokabular klingen, während sie für andere wie eine Fremdsprache wirken. Doch auch wir vom Psychedelika Club sind nicht als erfahrene Psychonauten (auch ein Klassiker unseres Glossars) auf die Welt gekommen. Über die Jahre und durch die Ansammlung vieler eigener Erfahrungen haben wir uns jedoch zu ExpertInnen auf dem Gebiet der Psychedelika entwickelt. Unsere Mission ist es, diese Substanzen zu enttabuisieren, Mythen rund um das Thema aufzulösen und Dir Informationen zur sicheren Nutzung an die Hand zu geben. Daher darf ein umfangreiches, informatives und selbstverständlich sachliches Psychedelika-Glossar nicht fehlen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die wichtigsten Begriffe, Konzepte und Informationen rund um Psychedelika zusammenzustellen. Hier kannst Du Dich über die verschiedenen Substanzen, umgangssprachliche Begriffe, kulturelle Auswirkungen und vieles mehr erkundigen.

Ganz egal, ob Du ein neugieriger Einsteiger oder bereits erfahrene Forscherin auf diesem Gebiet bist – wir hoffen, dass dieses Glossar Dir bei der Navigation durch das Universum der Psychedelika hilft. Denn sie sind nicht umsonst Substanzen, die seit Jahrtausenden die menschliche Neugierde geweckt und uns dabei geholfen haben, die Untiefen unserer Psyche zu erkunden. Diese einzigartigen Verbindungen, bekannt für ihre tiefgreifenden Auswirkungen auf das Bewusstsein und die Wahrnehmung, haben in den letzten Jahrzehnten erneut an Interesse und Aufmerksamkeit gewonnen. Zurecht, wie wir finden.

Da viele dieser Begriffe in unseren Blogartikeln, unserem Newsletter sowie auf unserem Instagram-Account in Verwendung sind, lohnt es sich, Dir vorweg einen Überblick zu verschaffen, um das vielleicht ein oder andere Rätsel zu lösen. Schau außerdem regelmäßig vorbei, denn wir werden unser Glossar kontinuierlich erweitern.

Acid

Siehe LSD, welches umgangssprachlich oft liebevoll als Acid bezeichnet wird, was auf Deutsch in etwa so viel wie „Säure“ bedeutet.

Afterglow

Definitiv einer unserer Redaktions-Lieblinge: Afterglow beschreibt den Zustand, der nach einer psychedelischen Reise mit z.B. LSD oder Zauberpilzen auftreten kann. Er erzeugt anhaltend positive Gefühle und körperliches Wohlbefinden. Der Afterglow wird oft beschrieben als Zustand tiefer Zufriedenheit, begleitet von Einsicht und dem Gefühl, im Einklang mit sich selbst und dem Leben zu sein. Er kann auch mit energetischer Stimmung und kreativem Schaffensdrang einhergehen. Übrigens schafft der Afterglow einen wunderbaren Rahmen, um an der Integration des Erlebten zu arbeiten. Der Zustand ebbt meist nach zwei Wochen bis zu einem Monat wieder ab und kann generell von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Übrigens kann sogar bei kleineren Mengen, z.B. beim Microdosing, ein sanfter Afterglow in den Tagen nach der Einnahme verspürt werden.

Bad Trip oder Horror-Trip

Ein Bad Trip oder Horrortrip bezeichnet eine unangenehme und oft beängstigende Erfahrung, die während des Konsums von Psychedelika – manchmal auch von Cannabis – auftreten kann. Während dieser Phase können Halluzinationen, extreme Angst, Paranoia und Verwirrung auftreten. Betroffene können das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren und in einem Albtraum gefangen zu sein. Die Ursachen eines schlechten Trips sind vielfältig und können insbesondere bei falscher Anwendung auftreten.

Die drei wichtigsten Aspekte, um einem Bad Trip vorzubeugen, heißen: Set (mentale Verfassung vor und während eines Trips), Setting (physische Umgebung während eines Trips) und Dosierung. Wenn mindestens zwei davon umgesetzt (besser wären natürlich alle drei) und sorgfältig aufeinander abgestimmt sind, kann die Wahrscheinlichkeit einer schlechten Erfahrung deutlich reduziert werden.

Es ist aber dennoch extrem wichtig zu betonen, dass risikofreier Drogenkonsum nicht existiert und somit jeglicher Konsum immer mit Risiken einhergeht. Deswegen sollte man sich vor einem Trip mit Psychedelika vorab über mögliche Risiken informieren, z.B. durch unseren Artikel Acid 101 (LSD-Anleitung) oder unseren Psychedelika-Beipackzettel. Außerdem kann auch ein Tripsitter enorm helfen, um sicher durch eine Reise zu navigieren.

Blotter

Ein Blotter ist – neben dem Pellet – eine gebräuchliche Darreichungsform für psychedelische Substanzen wie LSD. Dabei handelt es sich um kleine quadratische Pappen, auf die zur leichteren Dosierung und effizienteren Distribution flüssiges LSD geträufelt wurde. LSD-Blotter werden oral eingenommen, indem sie auf oder unter die Zunge gelegt werden, wodurch das LSD über die Schleimhäute aufgenommen wird. Blotter sind eine verbreitete Methode, um LSD zu konsumieren, da sie diskret und einfach dosierbar sowie leicht transportierbar sind.

Comedown oder Herunterkommen

Der Comedown beschreibt den Prozess, wenn die Wirkung einer psychedelischen Substanz (oder auch einer anderen Droge) allmählich nachlässt. Dabei kehrt man von den intensiven Erfahrungen zum normalen Bewusstseinszustand zurück. Der psychedelische Comedown kann von Euphorie und Erkenntnisgewinn bis hin zu Erschöpfung und Müdigkeit reichen. Es ist wichtig, während dieses Übergangs auf eine entspannte Umgebung zu achten und sich Ruhe zu gönnen. Am besten hört man dabei ganz bewusst auf die Signale des eigenen Körpers und Geistes, denn sie verraten einem, was man gerade braucht – vielleicht ist es eine nährstoffreiche Mahlzeit, ein kathartisches Bad oder das Lauschen einer sanften Playlist. Es bietet sich außerdem an, das Erlebte Revue passieren zu lassen und langsam damit anzufangen, es zu verarbeiten.

Derivat

Ein Derivat ist eine chemische Verbindung, die strukturell von einer bereits existierenden Substanz abgeleitet ist. In der Welt von Psychedelika gibt es beispielsweise LSD-Derivate wie 1T-LSD (in der Vergangenheit auch 1D-LSD oder 1V-LSD), die strukturell vom Ausgangsstoff LSD abgeleitet sind. Die Chemikalien sind nahezu identisch. Die molekulare Ergänzung sorgt jedoch dafür, dass das Derivat – im Gegensatz zu LSD – nicht im Betäubungs­mittel­gesetz (BtMG), dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) oder dem Arznei­mittel­gesetz (AMG) erfasst und somit legal ist. Derivate wie 1T-LSD dürfen also ohne Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erforscht werden und werden deswegen auch als Forschungschemikalien bezeichnet. Bitte beachte, dass die bei uns im Shop erhältlichen Produkte nur für Forschungszwecke dienlich und nicht für den menschlichen Konsum bestimmt sind!

Dosierung

Die Dosierung von psychedelischen Substanzen, wie zum Beispiel LSD, spielt eine entscheidende Rolle bei der Art und Intensität der erlebten Effekte. Es ist wichtig, die Dosierung sorgfältig zu wählen, um eine angemessene und positive Erfahrung zu gewährleisten. Ein sehr einprägsamer Rat ist zu Beginn immer: Start low, go slow.

Zur Orientierung sind einige gängige Dosierungsbereiche und ihre typischen Effekte:

5–20 µg (Microdosing): sehr niedrige Dosierung. Meist keine psychedelischen Effekte; jedoch vermeintlich verbesserte kognitive Funktion, erhöhte Kreativität und eine gesteigerte Stimmung.

20–50 µg (Minidosing): subtile, aber wahrnehmbare Effekte. Kann für deutlich bewussteres Erleben und eine leicht veränderte Wahrnehmung sorgen.

50–100 µg (Mididosing): moderat intensivere psychedelische Erfahrung mit verstärkten sensorischen Wahrnehmungen, wie beispielsweise leichten Verzerrungen.

100–150 µg (Macrodosing): deutlich intensivere Dosis, die zu tieferen Bewusstseinszuständen, verstärkten Emotionen und erweiterten Sinneseindrücken führen kann. Auch “volle Dosis” oder “normaler Trip” genannt.

150–300 µg (Megadosing): hohe Dosis, die zu starken psychedelischen Effekten, intensiven spirituellen Erfahrungen und möglicherweise zum Ego-Tod führen kann. Erfordert Erfahrung und sorgfältige Vorbereitung.

300+ µg (Monsterdosing oder auch heroische Dosis): kann zu tiefgreifenden spirituellen Erlebnissen, erheblichen Erkenntnissen und intensiven Bewusstseinszuständen führen. Nur für erfahrene Psychonauten zu empfehlen.

Diese Dosierungen dienen als allgemeine Richtlinien. Individuelle Reaktionen auf psychedelische Substanzen können variieren, und es ist wichtig, Dosierungen entsprechend der eigenen Erfahrung und Toleranz zu wählen. Eine angemessene Vorbereitung, ein unterstützender Rahmen und die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sind entscheidend für eine sichere und positive psychedelische Erfahrung.

Ego-Tod oder Ich-Auflösung

Der Ego-Tod ist ein tiefgehendes psychisches Phänomen, das häufig bei intensiven psychedelischen Erfahrungen – vor allem bei heroischen Dosen – auftritt. Während dieser Erfahrung verliert man vorübergehend das Gefühl der eigenen Identität und trennt sich von seinem gewohnten Selbstbild und Ego. Das kann zu einem Gefühl der Einheit mit der Umwelt, der Natur oder dem Universum führen (à la we are all one“) und wird meist als besonders transformative Erfahrung wahrgenommen. Der Ego-Tod ist oft von tiefgreifenden spirituellen oder mystischen Erlebnissen begleitet und kann zu erheblichen Erkenntnissen und Veränderungen im Denken und Verhalten führen, die einen auch noch lange nach der eigentlichen Erfahrung beeinflussen können. Für manche Menschen kann eine Ich-Auflösung jedoch auch zutiefst beängstigend sein, vor allem wenn sich sehr stark mit dem Ego identifiziert wird. In diesen Fällen kann es helfen, sich auf die Atmung zu konzentrieren oder die Augen zu öffnen (sofern sie geschlossen waren). Darüber hinaus spielen Set und Setting sowie die Begleitung durch einen ​​Tripsitter eine ausschlaggebende Rolle. Der Ego-Tod kann übrigens nicht nur durch Psychedelika erreicht werden, sondern z.B. auch durch intensive Meditationspraxis.

Heroische Dosis

Als heroische Dosis wird eine äußerst hohe und potenziell intensive Menge an psychedelischer Substanz bezeichnet, die im Rahmen einer psychedelischen Erfahrung eingenommen wird. Ab welcher Dosierung die heroische Dosis exakt beginnt, scheiden sich die Geister – ab 300 µg (am Beispiel LSD) und aufwärts kann man jedoch, je nach Erfahrung, bereits von einer heroischen Dosis sprechen. Sie werden in der Regel von erfahrenen Anwendern in einer sicheren Umgebung eingenommen und können zu intensiven spirituellen Erlebnissen, erheblichen Erkenntnissen und manchmal auch zum – von vielen Menschen erwünschten – Ego-Tod führen. Deswegen wird diese Dosierung auch als heroisch bezeichnet. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass heroische Dosen auch ein erhöhtes Risiko für Bad Trips und beängstigende oder überwältigende Erfahrungen mit sich bringen können und daher ein gewisses Maß an Erfahrung sowie eine sorgfältige Vorbereitung und im besten Falle eine Begleitung empfohlen werden.

Integration

Für so manchen Psychonauten ein oft unliebsamer oder gar vernachlässigter Schritt im Prozess von psychedelischen Reisen, jedoch einer der wichtigsten: die Integration. Das Wort integrieren leitet sich vom lateinischen integrare ab, was „ganz machen; vervollständigen; wiederherstellen, erneuern“ bedeutet. Der Begriff Integration bezieht sich auf die Zeit nach einem Trip, wenn damit begonnen wird, die Erfahrungen und Erkenntnisse sowie deren Potenzial zu verstehen und diese in den Alltag zu integrieren. Es kann verschiedene Praktiken umfassen, darunter Journaling, Meditation, kreative Tätigkeiten und Gespräche mit Therapeuten oder vertrauten Liebsten und zielt darauf ab, die psychologische und spirituelle Entwicklung sowie die Umsetzung von positiven Veränderungen im Leben zu unterstützen. Daraus wird deutlich, dass eine psychedelische Reise nicht mit dem Trip selbst endet, sondern durch eine erfolgreiche Integration noch weiter gedeiht und das manchmal sogar Monate oder gar Jahre später.

Intention

Die Intention beschreibt die Absicht, die man für sich selbst definiert, bevor man eine psychedelische Erfahrung antritt und die dann während des Trips erkundet wird. Das kann beispielsweise ein klar festgelegtes Ziel sein (“ich möchte verstehen, warum ich hier bin”) oder auch eine definierte Frage (“was ist meine berufliche Aufgabe?”). Intentionen können vielfältig sein: von der persönlichen Heilung über die Suche nach Klarheit bis hin zum spirituellen Erwachen. Die bewusste Setzung einer Intention kann nicht überbetont werden, da sie die Kraft hat, einen Trip maßgeblich zu beeinflussen.

Um die Worte von LSD-Legende Jim Fadiman zu zitieren:
„Beachte Deine Intention, bevor Du startest, und lass sie los, sobald Du spürst, dass Du abhebst. Ein oder zwei Tage danach solltest Du bewerten, was Du gelernt oder erlebt hast und dann Deine Intention erneut betrachten.“

Wir werden zum Thema Intention beizeiten noch einen eigenen Blog-Beitrag veröffentlichen, über dessen Publikation wir Dich in unserem rund einmal monatlich erscheinenden Newsletter informieren werden.

LSD

LSD (Lysergsäurediethylamid), auch bekannt als Acid, ist eine psychoaktive Substanz, die zu den klassischen Halluzinogenen gehört. Entdeckt vom Schweizer Chemiker Albert Hofmann im Jahr 1938, erlangte LSD in den 1960er Jahren als Teil der psychedelischen Bewegung weltweite Bekanntheit. Diese farb- und geruchlose Substanz beeinflusst das zentrale Nervensystem und kann intensive veränderte Wahrnehmungen, Halluzinationen und emotionale Erlebnisse hervorrufen. LSD wird oft in Form von Blottern oder Pellets konsumiert. Im Gegensatz zu anderen Substanzen, wirkt LSD schon im Mikrogramm-Bereich und verändert bereits mit scheinbar minimalen Mengen die Wahrnehmungen und Bewusstsein. Die Wirkungen können mehrere Stunden dauern, und während positive Erfahrungen wie spirituelle Erkenntnisse möglich sind, können auch herausfordernde Aspekte auftreten. Wenn Du es ganz genau wissen willst, schau doch mal in unserem Artikel Acid 101 (LSD-Anleitung) vorbei – dort findest Du umfangreiche Infos darüber, was es für einen Trip mit LSD zu beachten gibt.

Macrodosing

Die Macrodose liegt zwischen der Microdose und der Megadose und zielt – im Gegensatz zur Microdose – darauf ab, eine spürbare psychedelische Wirkung zu erzielen. Mit einer Dosis zwischen 100 und 150 µg (wichtig: Mikrogramm!) der Substanz LSD, kann die Macrodose für tiefgehende psychedelische Erfahrungen sorgen und kann zur Erweiterung des Bewusstseins genutzt werden. Was für eine solche Erfahrung alles berücksichtigt werden sollte und wie man sich darauf vorbereiten kann, beschreiben wir besonders ausführlich in unserem Artikel Acid 101 (LSD-Anleitung).

Magic Mushrooms, Magische Pilze, Shrooms oder Zauberpilze

Als Magic Mushrooms werden Pilze bezeichnet, die den psychoaktiven Wirkstoff Psilocybin oder Psilocin enthalten. Es gibt Hunderte von Pilzarten auf der ganzen Welt, von denen bekannt ist, dass sie psychoaktive Wirkstoffe enthalten. So wie auch LSD und andere Psychedelika, verursachen sie bewusstseinsverändernde Erfahrungen, wenn sie konsumiert werden. Magische Pilze haben in verschiedenen Kulturen und Traditionen eine lange Geschichte als Werkzeuge für spirituelle Erlebnisse und schamanische Rituale. Beispielsweise verwendeten die Azteken Mexikos psychoaktive Pilze für verschiedene Zwecke und nannten sie ganz ehrenhaft Nanacatl, was so viel wie „Speise der Götter“ bedeutet.

Als Ergänzung zu unserem Acid 101 (LSD-Anleitung), ist auch bereits Magic Mushrooms 101 in Planung. Wenn Du als erstes von der Veröffentlichung des Artikels erfahren möchtest, melde Dich unbedingt für unseren Newsletter an.

Megadosing

Eine Megadosis liegt bei der Substanz LSD beispielsweise im Bereich von 150 bis 300 µg (wichtig: Mikrogramm!) und stellt eine starke Dosis dar. Sie positioniert sich in der Dosierungsleiter kurz vor der heroischen Dosis bzw. überschneidet sich mit ihr. Die Megadosis induziert einen starken psychedelischen Trip mit intensiven visuellen Effekten, verändertem Denken und tieferen Bewusstseinszuständen. Außerdem kann sie zu starken Emotionen und einem gesteigerten Sinn für Verbundenheit mit Menschen und Dingen führen. So wie auch bei der heroischen Dosis empfiehlt es sich, bereits Erfahrungen mit psychedelischen Substanzen zu haben, um die Herausforderungen dieser intensiven Dosis zu verstehen.

Microdosing

Microdosing bezeichnet die Praxis, bei der sehr geringe Mengen einer psychoaktiven Substanz wie LSD oder Magic Mushrooms in regelmäßigen Abständen eingenommen werden. Die Dosierung beginnt hier bereits bei 5 µg und endet bei 20 µg, danach spricht man vom Minidosing. Im Gegensatz zu höheren, psychedelischen Dosen zielt Microdosing darauf ab, subtile Wirkungen zu erzeugen, die das allgemeine Wohlbefinden und die kognitive Leistungsfähigkeit steigern sollen, ohne eine bewusstseinsverändernde Erfahrung auszulösen. Es wird häufig in Verbindung mit der vermeintlichen Verbesserung von Kreativität, Konzentration und Stimmung sowie zur Linderung von Angst oder Depression praktiziert. Wenn Du jetzt neugierig geworden bist und vielleicht gerade selbst vor einem Microdosing-Experiment stehst, empfehlen wir Dir unseren Artikel Microdosing 101 – dort findest Du alle relevanten Infos für Deine Vorbereitung.

Mididosing

Mini und Midi sind in unserem Glossar kein Fashion-Statement, sondern beschreiben die etwas leichteren Dosierungs-Sphären von psychedelischen Substanzen wie beispielsweise LSD. Mit einer Dosis zwischen 50 und 100 Mikrogramm kommt Mididosing kurz vor der “vollen Dosis”, auch bezeichnet als Macrodosing. Diese Menge erzeugt eine moderat intensivere psychedelische Erfahrung, die sich durch verstärkte sensorische Wahrnehmungen und erste räumliche und zeitliche Veränderungen auszeichnet. Mididosing bietet eine Balance zwischen den subtilen Effekten von Minidosing und den tieferen Bewusstseinszuständen höherer Dosen und ist somit eine optimale Dosis um weniger intensiv zu reisen oder auch, um sich auf einen stärkeren Trip vorzubereiten. Wie bei jeder Dosierung ist eine angemessene Vorbereitung und ein unterstützendes Set und Setting entscheidend für eine positive Erfahrung.

Minidosing

Mit einer Dosierung zwischen 20 und 50 µg LSD ist Minidosing die große Schwester von Microdosing. Diese Menge erzeugt subtile, aber dennoch wahrnehmbare Effekte, die leicht über die Wirkung der Microdose hinausgehen. Während sich beim Microdosing für gewöhnlich noch alle Aufgaben des täglichen Lebens bewältigen lassen, könnte man beim Minidosing schon erste Hürden erfahren. Im Gegensatz zu höheren Dosen sind die Auswirkungen von Minidosing weniger intensiv, was es zu einer Option für diejenigen macht, die eine sanftere psychedelische Erfahrung suchen oder sich erst langsam herantasten möchten.

Peak oder Höhepunkt

Der Peak einer psychedelischen Reise bezeichnet den intensivsten Teil des Trips, während dem die Wirkung der psychedelischen Substanz auf dem Höhepunkt angekommen ist. Während des Peaks können stark ausgeprägte Halluzinationen, ein verändertes Zeitempfinden und besonders intensive emotionale Erfahrungen erlebt werden. In diesem Abschnitt werden meist die tiefgreifendsten Erkenntnisse über sich selbst und die Natur der Realität gewonnen. Je nach Substanz und Dosierung kann der Höhepunkt von einigen Minuten bis zu Stunden dauern. Die Erfahrung des Peaks kann jedoch stark variieren; abhängig von Person, Dosierung, Umgebung und der verwendeten Substanz.

Pellet

Ein Pellet ist, neben dem Blotter, eine weitere übliche Applikationsform für psychoaktive Substanzen. Es handelt sich hierbei um kleine gepresste Tabletten mit festgelegter Dosierung. Durch ihre Größe sind Pellets leicht zu transportieren und einfach einzunehmen. Sie können insbesondere die Dosierung beim Microdosing mit LSD vereinfachen, da sie, im Gegensatz zu Blottern, bereits in kleinen Dosen verfügbar sind.

Psychoaktiv

Der Begriff psychoaktiv bezieht sich auf Substanzen oder Dinge, die das zentrale Nervensystem beeinflussen und Veränderungen im Denken, der Wahrnehmung, der Stimmung oder dem Verhalten einer Person bewirken können. Psychoaktive Substanzen können sowohl legale (wie Koffein und Alkohol) als auch illegale Substanzen (wie LSD und MDMA) umfassen. Sie wirken auf das Gehirn und können vorübergehend das Bewusstsein und die geistige Aktivität beeinflussen. Die Wirkung von psychoaktiven Substanzen variiert stark und kann von stimulierend und anregend bis hin zu sedierend und beruhigend reichen.

Psychotrop

Das aus dem Griechischen stammende Wort psychotrop ist eng mit dem Begriff psychoaktiv verwandt und wird oft als Synonym verwendet. Es bedeutet “auf die Seele wirkend” und bezieht sich auf Substanzen, die das Bewusstsein erweitern und verändern können. Der Begriff hebt die psychische und bewusstseinsverändernde Natur dieser Substanzen hervor, die weit über die bloße Beeinflussung von Stimmung und Verhalten hinausgeht.

Psychonaut

Ein Psychonaut ist eine Person, die sich auf eine Reise des inneren Erforschens und der Bewusstseinserweiterung begibt, beispielsweise durch Meditation oder mithilfe von psychedelischen Substanzen wie LSD oder magischen Pilzen. Psychonauten streben oft nach spirituellen, philosophischen oder transzendentalen Erkenntnissen und nutzen unter anderem psychedelische Substanzen als Werkzeuge für diese Entdeckungsreisen.

Psilocybin

Psilocybin ist ein psychoaktiver Wirkstoff, der natürlich in bestimmten Pilzarten, wie beispielsweise Psilocybe cubensis (Kubanischer Kahlkopf oder auch bekannt als Golden Teacher), vorkommt. Nach dem Verzehr von psilocybinhaltigen Pilzen wandelt sich Psilocybin im Körper in Psilocin um, was für die bewusstseinsverändernden Effekte verantwortlich ist. Die Wirkungen umfassen veränderte Wahrnehmungen, Halluzinationen und emotionale Intensivierung. Siehe auch magische Pilze.

Psychedelisch

Der Begriff psychedelisch stammt aus dem Griechischen und leitet sich von den Wörtern psyche für Geist und delos für manifestieren ab. Der britische Psychiater Humphry Osmond prägte den Ausdruck 1956, um Substanzen wie LSD und Psilocybin zu beschreiben, die radikale Veränderungen im Bewusstsein hervorrufen. Man kennt den Begriff auch aus der Popkultur, um z.B. Kunst, Musik oder Filme zu beschreiben, die von solchen Erfahrungen inspiriert sind.

Set und Setting

Unter Set und Setting versteht man in der Psychedelik die inneren und äußeren Umgebungen während einer psychedelischen Erfahrung. Set bezeichnet dabei den mentalen Zustand (auch Mindset genannt), die Erwartungen und Absichten, die eine Person in die Erfahrung einbringt, während Setting die physischen Umstände beschreibt, in denen sie stattfindet. Ein positive und entspannte Einstellung sowie eine ruhige und vertraute Umgebung tragen erheblich dazu bei, dass ein Trip als positiv wahrgenommen wird.

Doch Set und Setting sind nicht die einzigen wichtigen Faktoren, welche die Qualität und den Charakter einer psychedelischen Erfahrung beeinflussen. Auch Intention, Dosierung und Integration spielen eine maßgebliche Rolle – wir nennen alle kombiniert die fünf Musketiere. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, schau in unserem Artikel Acid 101 (LSD-Anleitung) vorbei.

Trip

In der Welt der Psychedelika beschreibt ein Trip das bewusstseinsverändernde Erlebnis, das durch den Konsum von psychedelischen Substanzen erzeugt wird. Während dieser Erfahrung erlebt man eine tiefgreifende Veränderung der Wahrnehmung, die oft von lebhaften Halluzinationen, intensiven Gefühlen, einer veränderten Zeitwahrnehmung und einem erweiterten Bewusstsein für das Selbst und die Umwelt begleitet wird. Die Dauer und Intensität einer solchen Reise hängen von der Art und Dosierung der konsumierten Substanz ab. Set und Setting sind besonders ausschlaggebend für die Erfahrung und das Wohlbefinden während eines Trips.

Tripsitter oder Guide

Insbesondere von der ersten Reise nicht wegzudenken: der Tripsitter. Das ist eine vertrauenswürdige Person, die während einer psychedelischen Erfahrung anwesend und nüchtern ist, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der reisenden Person zu gewährleisten. Die Hauptrolle eines Tripsitters besteht darin, eine unterstützende und beruhigende Präsenz zu sein, auf die die Person zurückgreifen kann, falls unerwartete Herausforderungen oder Ängste während des Trips auftreten. Der Tripsitter kann auch eine entspannte Umgebung schaffen, indem er Musik spielt, für eine angenehme Beleuchtung und Temperatur sorgt und bei Bedarf beruhigende Gespräche führt. Die Anwesenheit eines Tripsitters kann dazu beitragen, die Erfahrung sicherer und angenehmer zu gestalten und die Bewältigung von herausfordernden Gefühlen zu erleichtern.

Risikohinweise

Jeder Konsum von psychoaktiven Substanzen, egal ob legaler oder illegaler Art, birgt Risiken. Personen, die noch nicht volljährig sind oder bei denen eine psychische Erkrankung besteht bzw. ein Verdacht auf eine solche vorliegt, wird ausdrücklich vom Konsum von Psychedelika abgeraten.

Die hier geschilderten Erlebnisse sind subjektive Erfahrungsberichte. Sie erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und wollen zur Auseinandersetzung mit dem Thema eine Bewusstseinskultur anregen. Hierzu gehört insbesondere auch die eingehende Beschäftigung mit weiteren Quellen (z. B. anderen Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Studien), den Risiken und der Rechtslage im eigenen Land. Die Darstellung auf diesem Blog erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen, kann jedoch eine eigene kritische Auseinandersetzung mit dem Thema nicht ersetzen, sondern nur einen Beitrag dazu leisten, sich ein möglichst vollständiges Bild zu machen.

Unüberlegter und unbeaufsichtigter Konsum sowie Missbrauch zu bloßen Rauschzwecken ist gefährlich und entspricht nicht unserer Überzeugung. Wir positionieren uns als Bestandteil der Bewusstseinskultur und appellieren an die Eigenverantwortlichkeit aller Interessierten sowie daran, die landesspezifischen Gesetze über den Umgang mit psychoaktiven Substanzen (z. B. BtMG in Deutschland, BetmG in der Schweiz, SMG in Österreich) einzuhalten.

Wir nehmen explizit keinen Bezug auf Forschungschemikalien wie 1D-LSD oder 1T-LSD, da diese nicht für den menschlichen Konsum bestimmt sind.

Psychedelika-Grundlagen

Der verschollene Psychedelika-Beipackzettel

Die verschollene Packungs­beilage über Risiken, Neben­wirkungen und Kontra­indikationen von Psychedelika.
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Microdosing 101

Die beste deutsch­sprachige Anleitung für Microdosing mit Psychedelika (wie LSD, Psilocybin und Cannabis) im Internet.
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Acid 101 (LSD-Anleitung)

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